Donnerstag, 25. April 2013

Henry van de Velde zum Gedenken: Das Jubiläumsjahr


Kaum einer hat das Kunstgewerbe so maßgeblich geprägt wie Henry van de Velde (1863-1957). Seine Entwürfe machten ihn zu einem "Übervater der Moderne" der die althergebrachten Formen des Historismus hinter sich ließ und sich zunehmend einem funktionalistischen Kunstverständnis zu wandte. Besonderen Wert legte er dabei auf die Linie: sie wird zur alles dominierenden Ausdrucksform seiner Objekte und macht deren eingängigen und klaren Charakter aus.

Großen Einfluss hatte van de Velde auf das Bauhaus

Montag, 22. April 2013

Ausdruckskraft der simplen Formen: der Streetart-Künstler Stik

Stik

Das unglaubliche an Stiks "Stik People" die seit nunmehr über zehn Jahren an Londons Hauswänden lebendig werden ist ihre Ausdruckskraft. Die androgynen, aufs Äußerste reduzierten Figuren besitzen eine unglaublich eingängige Körpersprache und Mimik. Stik vermittelt mit ihnen die ganze Fülle menschlicher Emotionen und spiegelt an den Wänden des urbanen Raums das wieder, was die Bewohner dieses Raumes tagtäglich bewegt: Freude, Trauer, Nachdenklichkeit, Zwischenmenschlichkeit...

Dienstag, 16. April 2013

Nightlife im Museum: Die "Junge Kunstnacht" in Hamburg am 26.4.2013


Ich muss gestehen, ich bin ein großer Fan der "Jungen Kunstnacht". Einmal im Jahr wird hier der Museumsbesuch zu etwas gänzlich Anderem. Hier werden Kunst mit Beats und Museumsarchitektur mit Lichtshow in Verbindung gebracht, es gibt Cocktails und Kurzführungen und alles in allem zeigt sich ein anderes Gesicht von Kunst als das der "schweigsamen Hallen".

Hier macht Kunst einfach nur Spaß, sie darf gefallen oder auch nicht gefallen, egal, einfach weiter zum nächsten Cocktail und dann zur nächsten Führung, vielleicht gibt es da was womit man mehr anfangen kann?! Interessant bleibt es immer, zumal wenn es um den Diskurs geht. Denn in all den Jahren die ich selbst Führungen gemacht oder auch als Gast anwesend war war das stets ein großer Teil des Events der auch im Nachhinein weiter stattgefunden hat. Und beweist dass Kunst eigentlich hochaktuell und für ein breites Publikum spannend ist - es kommt ganz einfach auch auf die Präsentationsform und die Herangehensweise an. Hürdenabbau ist hier das Schlagwort...

Insofern: viel Spaß!

Die Junge Kunstnacht findet in der Galerie der Gegenwart am Freitag, 26. April 2013, ab 21 Uhr. Tickets Kosten im Vorverkauf 5 bzw 3,50 Euro und an der Abendkasse 7 bzw. 5 Euro.



Infos und das Programm gibt es hier.


Freitag, 12. April 2013

Passt es nun oder passt es nicht? Gerhard Richter und der Kölner Dom



Passt es nun oder passt es nicht? Gerhard Richters 113 Quadratmeter großes Südquerhausfenster für den Kölner Dom hat eine große Debatte ausgelöst und die Gemüter erhitzt. Die Abstraktion wird ihm vorgeworfen, das Fenster erinnere zu sehr an die digitale Computerkultur bzw. an Pixel, es zeige nicht den christliche Glauben, es erinnere zu sehr an Richters erste, durch den Zufall generierte Arbeiten... Die Liste der Vorwürfe ist lang.

Dienstag, 9. April 2013

Versteckte Heiterkeit: Anselm Feuerbachs "Urteil des Paris"

File:Anselm Feuerbach - Das Urteil des Paris.jpg
Anselm Feuerbach: Das Urteil des Paris, 1870

Entscheidungen sind keine leichte Sache, schon gar nicht, wenn sie Göttinen betreffen. Dennoch scheint Paris seine Situation recht gelassen zu sehen. In der rechten Bildecke hat er sich lässig hingestreckt und scheint den Anblick der drei Damen sichtlich zu genießen, die im Begriff sind sich zu entkleiden um ihn entscheiden zu lassen, welche von ihnen die schönste sei.

Aber Paris ist auf dem 228 x 443 cm großen Gemälde nicht der einzige, der die heroische Monumentalität und Ernsthaftigkeit des mythologischen Sujets sprengt. Denn in den Details gibt es durchaus noch einiges zu entdecken. Steht man vor dem Original (welches sich in der Hamburger Kunsthalle befindet) so ist es vor allem die Libelle auf dem Po des kleinen Engels,

Sonntag, 31. März 2013

Revolution der Sitzkultur



 Manchmal gibt es in der Kulturgeschichte Entwicklungen, die althergebrachte Konzepte und Ideen auf den Kopf stellen und es notwendig machen, Dinge neu zu definieren. Der 1967 von Verner Panton (1926-1998) entworfene Panton-Chair ist so eine Entwicklung. Plötzlich ist die Idee vom Stuhl eine völlig neue: weder muss er mehr vier Beine haben, noch zusammengesetzt werden oder gar aus Holz sein.

Und: plötzlich gewinnt ein Alltagsobjekt skulpturalen Charakter. Die geschwungenen Linien und die gewölbten Formen verleihen der Sache "Stuhl" ganz neue Eigenschaften. Möglich sind sie durch den neuen Werkstoff der hier zum Einsatz kommt: der Panton-Chair wird aus einem einzigen Guss in Plastik gefertigt.

Panton revolutionierte mit seinem Freischwinger die Designgeschichte und schuf einen der wichtigsten Stühle des 20. Jahrhunderts. Und das Beste: der in Kooperation mit dem Vitra-Museum produzierte Stuhl, der zahlreiche Auszeichnungen erhielt, kann nach wie vor zu halbwegs humanen Preisen erworben werden.

Informationen und weitere Bilder gibt es hier: http://www.vitra.com/

Abbildung:
Wikipedia

Dienstag, 26. März 2013

Blau, blau, blau sind alle seine Bilder...

http://www.yveskleinarchives.org/works/large/ikb45.jpg

                
Ich kann mich noch genau erinnern wie ich als Kind das erste Mal vor einem Bild von Yves Klein (1928 - 1962) stand. Wenige Eindrücke können sich so fest im Gedächtnis einprägen wie das unfassbar intensive Blau der Bilder, auf welchen er das reine Farbpigment, ohne Bindemittel oder dergleichen, auf die Leinwand aufträgt. Nur mit dieser Farbe gelingt es ihm staubige, pudrige, unregelmäßige Mondlandschaften oder auch glatte Oberflächen zu schaffen,

Montag, 18. März 2013

Museum mit Stil - Herr von Eden und die Hamburger Deichtorhallen

Foto: Manuel Pandalis
                                             

Welch ein Glück für die Besucher der Hamburger Deichtorhallen: dort gibt es nicht nur nach wie vor spannende und abwechslungsreiche Ausstellungen zu sehen. Nun geht vielmehr auch die Kooperation mit dem Modelabel Herr von Eden in die zweite Runde.

Seit 2009 kooperieren die Deichtorhallen und Herr von Eden, der u.a. auch Größen wie Jan Delay oder Thomas Gottschalk mit hochwertigen Anzügen ausstattet. Und dürfen sich laut der Welt mit dem Titel für das "wahrscheinlich bestgekleidete Aufsichts- und Einlasspersonal der Republik" schmücken.

Na, wenn das mal nicht ein Grund mehr ist den Deichtorhallen bald wieder einen Besuch abzustatten :-)

Premiere für die neuen Outfits ist übrigens der 21. März.

Ein Interview mit Herrn von Eden über die neue Kollektion findet ihr hier:
365 Tage Eleganz

Abbildung:
http://deichtorhallen.de/blog/365-tage-eleganz/#more-2360


Sonntag, 17. März 2013

Bild oder Skulptur? - Zoltan Kemeny und das Spiel mit der Oberfläche




Zoltan Kemeny: Cristal d'Esprit, 1957 - Brass on wood stretcher
Cristal d'Esprit, 1957



Die Werke des Ungarn Zoltan Kemeny (1907-1965) bestechen vor allem durch ihre Haptik. Und die dadurch bedingte Frage ob da eine bildhafte Skulptur oder ein skulpturales Bild an der Wand hängt.

Mittwoch, 13. März 2013

Alberto Giacometti im Bucerius Kunstforum Hamburg



Für alle die es noch nicht in die tolle Ausstellung im Bucerius geschafft haben gibt es hier einen ersten Eindruck inklusive Aufnahmen von Giacometti während des Schaffens seiner Skulpturen.

Infos zur Ausstellung gibt es hier:
www.buceriuskunstforum.de