Sonntag, 2. Juni 2013

Max Ernst - Eine Einführung

Kurz und kompakt gibt Raphael Bouvier, Kurator der aktuellen Max Ernst-Ausstellung in der Fondation Beyeler, im Video einen Einblick in das Werk des Künstlers.


Informationen zur Ausstellung und einen höchst Informativen Blog gibt es hier.

Die Ausstellung ist noch bis zum 8. September zu sehen. Ich werde natürlich mein Möglichstes tun um sie mir anschauen und dann berichten zu können :-)

Donnerstag, 30. Mai 2013

Kunststück der Woche: Das Schokoladenmädchen


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Jean-Étienne Liotard (1702-1789): Das Schokoladenmädchen (1743-45), Pastell auf Leinwand, 82,5 x 52,5 cm, Gemäldegalerie Alte Meister, Dresden.


Man hört förmlich wie bei jedem Schritt der Stoff der gestärkten weißen Schürze leise knistert. Und auch der sanft schimmernde schwere taubengraue Stoff des Unterkleides hat eine Materialität welche ihm Betrachter das Bedürfnis weckt mit der Hand darüber zu streichen und das feine Gewebe zu berühren. Mit ernsthafter Konzentration

Samstag, 11. Mai 2013

Groß, größer, Makart!

Viel zu lange habe ich es nicht mehr geschafft etwas zu schreiben. Deshalb geht es zum Ausgleich mit etwas Monumentalem weiter, quasi als Ausgleich :-)

Immer wenn ich mit Freunden oder Besuchern die Hamburger Kunsthalle besuche kann ich sicher sein, dass sie im Makart-Saal erst einmal staunend stehen bleiben. Und meist kommt dann die Aussage, dass man so ein großes Bild nun wirklich noch nicht gesehen hat.



In der Tat:  Hans Makart macht ordentlich Eindruck. Mit den Maßen von 520 x 952 cm bringt das Bild "Der Einzug Kaiser Karl V. in Antwerpen" von 1878 es auf 50 qm Leinwandfläche. Gezeigt wird der festliche Einzug des jungen Kaisers in Antwerpen am 23. September 1520. Anregung und Ausgangspunkt für das Gemälde war eine Notiz Albrecht Dürers

Donnerstag, 25. April 2013

Henry van de Velde zum Gedenken: Das Jubiläumsjahr


Kaum einer hat das Kunstgewerbe so maßgeblich geprägt wie Henry van de Velde (1863-1957). Seine Entwürfe machten ihn zu einem "Übervater der Moderne" der die althergebrachten Formen des Historismus hinter sich ließ und sich zunehmend einem funktionalistischen Kunstverständnis zu wandte. Besonderen Wert legte er dabei auf die Linie: sie wird zur alles dominierenden Ausdrucksform seiner Objekte und macht deren eingängigen und klaren Charakter aus.

Großen Einfluss hatte van de Velde auf das Bauhaus

Montag, 22. April 2013

Ausdruckskraft der simplen Formen: der Streetart-Künstler Stik

Stik

Das unglaubliche an Stiks "Stik People" die seit nunmehr über zehn Jahren an Londons Hauswänden lebendig werden ist ihre Ausdruckskraft. Die androgynen, aufs Äußerste reduzierten Figuren besitzen eine unglaublich eingängige Körpersprache und Mimik. Stik vermittelt mit ihnen die ganze Fülle menschlicher Emotionen und spiegelt an den Wänden des urbanen Raums das wieder, was die Bewohner dieses Raumes tagtäglich bewegt: Freude, Trauer, Nachdenklichkeit, Zwischenmenschlichkeit...

Dienstag, 16. April 2013

Nightlife im Museum: Die "Junge Kunstnacht" in Hamburg am 26.4.2013


Ich muss gestehen, ich bin ein großer Fan der "Jungen Kunstnacht". Einmal im Jahr wird hier der Museumsbesuch zu etwas gänzlich Anderem. Hier werden Kunst mit Beats und Museumsarchitektur mit Lichtshow in Verbindung gebracht, es gibt Cocktails und Kurzführungen und alles in allem zeigt sich ein anderes Gesicht von Kunst als das der "schweigsamen Hallen".

Hier macht Kunst einfach nur Spaß, sie darf gefallen oder auch nicht gefallen, egal, einfach weiter zum nächsten Cocktail und dann zur nächsten Führung, vielleicht gibt es da was womit man mehr anfangen kann?! Interessant bleibt es immer, zumal wenn es um den Diskurs geht. Denn in all den Jahren die ich selbst Führungen gemacht oder auch als Gast anwesend war war das stets ein großer Teil des Events der auch im Nachhinein weiter stattgefunden hat. Und beweist dass Kunst eigentlich hochaktuell und für ein breites Publikum spannend ist - es kommt ganz einfach auch auf die Präsentationsform und die Herangehensweise an. Hürdenabbau ist hier das Schlagwort...

Insofern: viel Spaß!

Die Junge Kunstnacht findet in der Galerie der Gegenwart am Freitag, 26. April 2013, ab 21 Uhr. Tickets Kosten im Vorverkauf 5 bzw 3,50 Euro und an der Abendkasse 7 bzw. 5 Euro.



Infos und das Programm gibt es hier.


Freitag, 12. April 2013

Passt es nun oder passt es nicht? Gerhard Richter und der Kölner Dom



Passt es nun oder passt es nicht? Gerhard Richters 113 Quadratmeter großes Südquerhausfenster für den Kölner Dom hat eine große Debatte ausgelöst und die Gemüter erhitzt. Die Abstraktion wird ihm vorgeworfen, das Fenster erinnere zu sehr an die digitale Computerkultur bzw. an Pixel, es zeige nicht den christliche Glauben, es erinnere zu sehr an Richters erste, durch den Zufall generierte Arbeiten... Die Liste der Vorwürfe ist lang.

Dienstag, 9. April 2013

Versteckte Heiterkeit: Anselm Feuerbachs "Urteil des Paris"

File:Anselm Feuerbach - Das Urteil des Paris.jpg
Anselm Feuerbach: Das Urteil des Paris, 1870

Entscheidungen sind keine leichte Sache, schon gar nicht, wenn sie Göttinen betreffen. Dennoch scheint Paris seine Situation recht gelassen zu sehen. In der rechten Bildecke hat er sich lässig hingestreckt und scheint den Anblick der drei Damen sichtlich zu genießen, die im Begriff sind sich zu entkleiden um ihn entscheiden zu lassen, welche von ihnen die schönste sei.

Aber Paris ist auf dem 228 x 443 cm großen Gemälde nicht der einzige, der die heroische Monumentalität und Ernsthaftigkeit des mythologischen Sujets sprengt. Denn in den Details gibt es durchaus noch einiges zu entdecken. Steht man vor dem Original (welches sich in der Hamburger Kunsthalle befindet) so ist es vor allem die Libelle auf dem Po des kleinen Engels,

Sonntag, 31. März 2013

Revolution der Sitzkultur



 Manchmal gibt es in der Kulturgeschichte Entwicklungen, die althergebrachte Konzepte und Ideen auf den Kopf stellen und es notwendig machen, Dinge neu zu definieren. Der 1967 von Verner Panton (1926-1998) entworfene Panton-Chair ist so eine Entwicklung. Plötzlich ist die Idee vom Stuhl eine völlig neue: weder muss er mehr vier Beine haben, noch zusammengesetzt werden oder gar aus Holz sein.

Und: plötzlich gewinnt ein Alltagsobjekt skulpturalen Charakter. Die geschwungenen Linien und die gewölbten Formen verleihen der Sache "Stuhl" ganz neue Eigenschaften. Möglich sind sie durch den neuen Werkstoff der hier zum Einsatz kommt: der Panton-Chair wird aus einem einzigen Guss in Plastik gefertigt.

Panton revolutionierte mit seinem Freischwinger die Designgeschichte und schuf einen der wichtigsten Stühle des 20. Jahrhunderts. Und das Beste: der in Kooperation mit dem Vitra-Museum produzierte Stuhl, der zahlreiche Auszeichnungen erhielt, kann nach wie vor zu halbwegs humanen Preisen erworben werden.

Informationen und weitere Bilder gibt es hier: http://www.vitra.com/

Abbildung:
Wikipedia

Dienstag, 26. März 2013

Blau, blau, blau sind alle seine Bilder...

http://www.yveskleinarchives.org/works/large/ikb45.jpg

                
Ich kann mich noch genau erinnern wie ich als Kind das erste Mal vor einem Bild von Yves Klein (1928 - 1962) stand. Wenige Eindrücke können sich so fest im Gedächtnis einprägen wie das unfassbar intensive Blau der Bilder, auf welchen er das reine Farbpigment, ohne Bindemittel oder dergleichen, auf die Leinwand aufträgt. Nur mit dieser Farbe gelingt es ihm staubige, pudrige, unregelmäßige Mondlandschaften oder auch glatte Oberflächen zu schaffen,